Raumintervention — Pop-up-Prototyp zur Quartiersinteraktion, Wiesbaden-Klarenthal — Joel Jerome Joebgen als studiointerim
Die Intervention auf stadträumlicher Ebene wurde in der Wettbewerbsrunde Großer Frankfurt Bogen im Februar 2024 mit dem GFB-Zukunftspreis ausgezeichnet und entstand gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt Wiesbaden als Reallabor vor Ort in Wiesbaden-Klarenthal.
Eine Struktur, die temporär und kontextbezogen auf das Quartier reagiert und zugleich auf niederschwelliger Ebene interagiert. Damit soll der Pop-up-Prototyp zur Quartiersinteraktion den Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Auseinandersetzung mit dem
eigenen Wohnumfeld und dem sich wandelnden Quartier initiieren.
Die Gestaltung des öffentlichen Raums ist nicht nur eine Frage der Stadtplanung, sondern ein politisches und gesellschaftliches Aushandlungsfeld. Städte befinden sich in einem stetigen Wandel – getrieben durch demografische Veränderungen, wirtschaftliche Entwicklungen, ökologische Herausforderungen und soziale Dynamiken. Besonders auf Quartiersebene werden diese Veränderungen spürbar: Wohnraum wird knapper, soziale Strukturen verändern sich, neue Nutzungsansprüche entstehen. Doch wer gestaltet diesen Wandel? Und wie können Menschen aktiv in die Transformation ihres unmittelbaren Lebensumfelds eingebunden werden?