Küchenkonzeption — Möbel — Joel Jerome Joebgen
Die Konzeption stellt eine Reminiszenz an ein Material und dessen Obsoleszenz dar.
Glasbausteine als Überbleibsel und Ausdruck einer vergangenen Zeit sind inzwischen in gebrauchtem Zustand inflationär vorhanden und nahezu kostenfrei erhältlich. Vermeintlich aus der Zeit gefallene und bereits verbaute Materialien dienen als willkommene Materialfülle. Diese Fülle an obsoleten Baustoffen, die lediglich einer Neuinterpretation bedürfen, stellt die Grundlage eines eigenen atmosphärischen Ausdrucks dar.
Der Körper der Küche ist gläsern und bildet den inneren Zustand schemenhaft nach außen ab, ohne jedoch zu viel preiszugeben. Konzeptionell wird die Summe aus vielen einzelnen Glasbausteinen in der Addition zu einem nahezu monolithischen, gläsernen Block. Der blockhafte Charakter wird in der Gesamtbetrachtung durch das bewusste Absetzen vom Boden verstärkt. Den Abschluss bildet eine leicht überhöhte Platte, die wiederum durch ihre Überhöhung körperhaft wirkt und alle funktionalen Elemente (Spüle und Kochfeld) aufnimmt. Das Konzept spielt mit der Dreiteilung und bricht zugleich mit deren Stringenz.
Der Küchenentwurf war als Low-Budget entworfen und sollte sich in einem offenen Raumgefüge verorten.
Die Konzeption verblieb bisher in seiner Konzeption.